KÖNIGSKLASSE DER KAMMERMUSIK
11 Juni um 19:30
JÖRG WIDMANN (*1973)
Oktett für zwei Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass,
Klarinette, Fagott und Horn
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FRANZ SCHUBERT
Oktett für zwei Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass,
Klarinette, Fagott und Horn
Zum Abschluss und Höhepunkt der Saison wartet das Soundeum Chamber Ensemble mit zwei Werken aus der Königsklasse der Kammermusik auf. Mit seinem Oktett wollte sich Schubert «den Weg zur grossen Symphonie bahnen». Alle Streichinstrumente und wichtige Blasinstrumente des Sinfonieorchesters sind hier schon vereint und erlauben es ihm, neben den zarten Kammermusikklängen auch in den grossen sinfonischen Klang vorzustossen. Damit begründete Schubert nicht nur ein neues Genres, er schuf auch eines der bedeutendsten und herrlichsten Kammermusikwerke des 19.Jahrhunderts! Dass die Wahl des anderen Werks auf das Oktett des bekannten deutschen Komponisten und Klarinettisten Jörg Widmann fiel, ist kein Zufall, denn es bezieht sich explizit auf Schuberts Vorbild. »Für mich ist Schubert der erste Vorreiter und bis heute größte Psychologe der Musik», meint Widmann. «Er hat tief in unsere Seelen geschaut. Auch sein Oktett ist ein absolutes Seelenstück. Ohne die ungeheure Inspiration durch dieses Werk gäbe es mein Oktett nicht.» Widmanns Antwort auf Schuberts Oktett ist in jeder Hinsicht gelungen: geistreich und vielfarbig, aber auch sinnlich, zuweilen abgründig und oft auch mitreissend musikantisch. Eine durchaus überzeugende zeitgenössische Komposition, die es würdig ist, Schuberts herausragendem Meisterwerk gegenübergestellt zu werden.
