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Sere­na­den — Solis­ten: Nathan Hal­ler und Mar­cel Üstün

9 September um 19:30

Der Auf­takt der Kon­zert­sai­son steht im Zei­chen der Sere­na­de. Der Begriff stammt
aus dem Ita­lie­ni­schen und lei­tet sich ab von „sera“, Abend, und „sere­no“, das einen
hei­te­ren, wol­ken­lo­sen Him­mel bezeich­net. Idea­ler­wei­se wer­den Sere­na­den also im
Frei­en zur Abend- oder frü­hen Nacht­zeit gespielt. Aber auch in Kon­zert­sä­len entfalten
sie ihre unbe­schwer­ten Klän­ge. Eröff­net wird der Kon­zert­abend des Soundeum
Cham­ber Ensem­bles mit Mozarts Diver­ti­men­to KV 138, das in Salz­burg unter den
Ein­drü­cken sei­ner zwei­ten Ita­li­en­rei­se ent­stan­den. Der erst Fünf­zehn­jäh­ri­ge nutzte
sei­ne Kon­zert­tour­ne­en auch als Stu­di­en­rei­sen und sog die neu­en musi­ka­li­schen Eindrücke
in sich auf. So auch in die­sem Fall: Vor allem in der Gesang­lich­keit und Virtuosität,
aber auch in der schein­ba­ren Leich­tig­keit, mit der das Stück sich entfaltet,
wird Ita­li­en tat­säch­lich spür­bar. Das Herz­stück des Pro­gramms bil­det Brit­tens Serenade
für Tenor, Horn und Orches­ter. Der Kom­po­nist hat dar­in sechs eng­li­sche Gedichte
aus ver­schie­de­nen Jahr­hun­der­ten in einem Zyklus ver­eint. Sie alle krei­sen — passend
zum fort­schrei­ten­den Abend — um das The­ma der Nacht mit ihren eupho­ri­schen, aber
auch Schre­cken gebä­ren­den Ent­gren­zun­gen, die sich in Text und Musik widerspiegeln.
Das Werk ist in der End­pha­se des Zwei­ten Welt­kriegs ent­stan­den, kurz nach
der Rück­kehr Brit­tens aus den USA nach Eng­land. Der Kom­po­nist hat­te es für und
unter Ein­be­zug sei­nes Part­ners, des Tenors Peter Pears, und des Horn­vir­tuo­sen Dennis
Brain geschrie­ben. Die Stim­mung des Stücks beginnt hei­ter, ver­düs­tert sich zunehmend
und umkreist die The­men Ver­gäng­lich­keit und Tod, um am Ende wie­der aufgeweckter
und schliess­lich mit dem sich wie­der­ho­len­den Pro­log zu schlies­sen. Zum
Abschluss des Kon­zert­abends folgt Tschai­kow­skis Sere­na­de für Strei­cher und schlägt
damit einen Bogen zurück zum Anfang. Mit dem Stück hat­te der rus­si­sche Komponist
näm­lich, gemäss eige­ner Aus­sa­ge, sei­ne Mozart-Ver­eh­rung zum Aus­druck bringen
wol­len. Ent­stan­den ist dabei ein tief­ro­man­ti­sches Stück, in dem sich zwar kaum
Anklän­ge an Mozart fin­den, das aber die „unver­gleich­li­che Freu­de“, die Liebkosung
aus­drückt, die Tschai­kow­ski beim Stu­di­um der Mozart‘schen Par­ti­tu­ren empfand.

Wolf­gang Ama­dé Mozart: Diver­ti­men­to KV 138
Ben­ja­min Brit­ten: Sere­na­de für Tenor, Horn und Streicher
Pjotr Iljitsch Tschai­kow­ski: Sere­na­de für Strei­cher in C‑Dur, op. 48

Beset­zung:

Sounde­um Cham­ber Ensemble
Nathan Hal­ler, Tenor; Mar­cel Üstün, Horn
Yacin Elbay, Leitung

 

Details

Datum:
9 September
Zeit:
19:30

Veranstaltungsort

Kon­ser­va­to­ri­um Bern
Kramgasse 36
Bern, Bern 3011 Switzerland