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Back to the roots

24 April um 19:30

Nils Koh­ler, Klarinette
Yacin El Bay, Violine
Ahmed Pysh­tiev, Violine
Kris­ti­ne Bus­se, Viola
Ruth Eichen­se­her, Violoncello

 


 

Wer­ke

Flo­rence Pri­ce (1887–1953): Five Negro Folk­songs in Coun­ter­point für Streichquartett
Samu­el Coler­idge-Tay­lor (1875–1912): Kla­ri­net­ten­quin­tett in Fis-Dur
Wolf­gang Ama­dé Mozart (1756–1791): Kla­ri­net­ten­quin­tett A‑Dur, KV 581

 


Zum Pro­gramm

Der Ber­ner Kla­ri­net­tist Nils Koh­ler wid­met sich zusam­men mit einem Quar­tett-Ensem­ble aus den Rei­hen von Sound­e­um zwei fast ver­ges­se­nen Komponist*innen mit afri­ka­ni­schen Wurzeln.

Flo­rence Pri­ce (1887–1953): Five Negro Folk­songs in Coun­ter­point für Streichquartett

  1. Cal­va­ry
  2. My Dar­ling Clementine
  3. Drink to Me Only with Thi­ne Eyes
  4. Short­nin’ Bread
  5. Swing Low, Sweet Chariot

„Ich habe zwei Han­di­caps, ich bin eine Frau und ich habe auch schwar­zes Blut in mei­nen Adern.“ So umschrieb die schwar­ze Kom­po­nis­tin Flo­rence Pri­ce 1943 ihre Situa­ti­on im ame­ri­ka­ni­schen Musik­le­ben. Tat­säch­lich war eth­ni­sche Diver­si­tät zu die­ser Zeit alles ande­re als selbst­ver­ständ­lich. Die hoch­be­gab­te Flo­rence Pri­ce fei­er­te zwar eini­ge bemer­kens­wer­te Erfol­ge, die Auf­nah­me in den Kanon der ame­ri­ka­ni­schen Musik­ge­schich­te blieb ihr aber zu ihren Leb­zei­ten ver­wehrt. Ihre «Five Folk­songs in Coun­ter­point»  für Streich­quar­tett ent­hal­ten erkenn­ba­re afro­ame­ri­ka­ni­sche Melo­dien, ver­ar­bei­ten die­se aber zu höchst kunst­vol­len kon­tra­punk­ti­schen Minia­tur-Essays von ganz eige­ner Prägung.


 

Samu­el Coler­idge-Tay­lor (1875–1912): Kla­ri­net­ten­quin­tett in Fis-Dur

  1. Alle­gro energico
  2. Lar­ghet­to affettuoso
  3. Scher­zo
  4. Fina­le

Samu­el Coler­idge-Tay­lor, ein bri­ti­scher Kom­po­nist mit schwarz­afri­ka­ni­schen Wur­zeln, genoss zwar in Eng­land und den USA ein gewis­ses Anse­hen, geriet aber nach sei­nem frü­hen Tod bald in Ver­ges­sen­heit. So auch sein Kla­ri­net­ten­quin­tett. Dabei braucht es den Ver­gleich mit gros­sen Namen wie Brahms und Mozart nicht zu scheu­en. Eine ech­te Entdeckung!


 

Wolf­gang Ama­dé Mozart (1756–1791): Kla­ri­net­ten­quin­tett A‑Dur, KV 581

  1. Alle­gro
  2. Lar­ghet­to
  3. Menu­et­to – Trio I – Trio II
  4. Alle­gret­to con variazioni

Den bei­den Wer­ken aus der Feder unbe­kann­ter Komponist*innen mit afri­ka­ni­schen Wur­zeln stellt das Sound­e­um-Kam­mer­en­sem­ble eines der bekann­tes­ten Kla­ri­net­ten­quin­tet­te gegen­über: Mozart hat es zwei Jah­re vor sei­nem Tod für sei­nen Freund, den Kla­ri­net­tis­ten Anton Stad­ler, geschrie­ben. Und es zählt zum Schöns­ten, was je für die­se Beset­zung kom­po­niert wor­den ist!

Text: Peter Hilfiker

Details

Datum:
24 April
Zeit:
19:30

Veranstaltungsort

Kon­ser­va­to­ri­um Bern
Kramgasse 36
Bern, 3011 Switzerland
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